Sakrament

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Lexikon des Mittealters Leben im Schatten der Zinnen: Burgen des Mittelalters und ihr Alltag
Erkunde das Mittelalter: Über 3.979 Seiten und mehr als 6.400 Einträge bieten dir einen tiefen Einblick in diese Ära. Vom Ablass bis zur Zunftordnung - dieses eBook ist dein Guide durch die Geschichte, Gesellschaft und Kultur Europas von 500 bis 1500 n. Chr. Entdecke in „Leben im Schatten der Zinnen“ auf 122 Seiten die mittelalterliche Burgenwelt: Architektur, Alltag und ihre Rolle im Mittelalter kompakt erklärt.

Sakrament (mlat., = Weihe, Verpflichtung; von lat. sacramentum = Treueid). Von einem Spendeberechtigten an einen Gläubigen durch äußere Zeichen übertragene heilsnotwendige göttliche Gnadenerweise. Im frühen Mittelalter waren Taufe und Abendmahl (Eucharistie) als vom Herrn selbst eingesetzte Sakramente gebräuchlich. Daneben wurden verschiedene Weihe- und Salbungshandlungen als Sakrament bezeichnet. Seit dem 12. Jh. sind in der katholischen Kirche sieben Sakramente kodifiziert: Taufe, Firmung, Kommunion (Eucharistie; s. Abendmahl), Ordination (Priesterweihe), Buße, Krankensalbung (s.a. Letzte Ölung), Ehe. Taufe, Firmung und Weihe können nur einmal empfangen werden. Das 4. Laterankonzil (1215) schrieb das Monopol der Priester als Sakramentsspender fest. Durch die Sakramente konnte ausschließlich Mitgliedern der christl. Gemeinschaft (Sakramentsgemeinschaft, lat. communicatio in sacris) Zugang zur göttlichen Gnade vermittelt werden. Für die Wirksamkeit der Sakramente war nicht die Würdigkeit des Spenders von Belang, sondern die rechte Absicht und der formgerechte Vollzug.

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