Schiffsbohrwurm




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Schiffsbohrwurm, -muschel (Schiffs-, Pfahlwurm; mehrere Arten der Familie der Teredinidae, eigentlich Muscheln aus der Ordnung Adapedonta; deren wichtigste ist Teredo navalis, der gemeine Schiffsbohrwurm). Der Schädling ist weltweit in gemäßigten Gewässern verbreitet, vermehrt sich am besten in warmen Meeren, weniger gut im brackigen Wasser der Ostsee. Als größter Feind der Schiffsrümpfe bohrte sich der “Wurm” mit seinem aus den Schalen zurückgebildetem Bohrapparat in das Holz der Planken und Spanten, fraß dieses auf und bildete so Löcher und Gänge, durch welche Wasser eindringen konnte und die die Festigkeit des Rumpfes bis hin zum Zusammenbruch schwächten. Hölzerne Hafen- und Küstenschutzbauten wurden in gleicher Weise geschädigt.

Schon in der Antike mussten sich Ägypter und Römer mit dem Problem auseinandersetzen. Sie setzten auf zusätzliche Beplankung, auf Metallbeschlag im Unterwasserbereich und auf giftige (kupfer-, zinnhaltige) Anstriche. Im europ. Mittelalter suchte man Abhilfe zu schaffen durch Anstrich des Unterwasserrumpfes mit Pech, einem Pech-Schwefel-Gemisch, mit Teer (s. Teerschweler) und einer Teer-Schwefel-Mixtur zu erreichen. Pech und Teer hatten zwar eine gute imprägnierende Wirkung, gegen den Schiffswurm halfen sie jedoch nur in Verbindung mit dem toxischen Schwefel. Andere Mischungen enthielten Talg, Ruß, Schwefel und Holzkohlepulver; Zusätze wie Hühnerblut, zerriebene Glasscheiben von Kirchenfenstern, Weihwasser oder Krötenleiber sind dem Aberglauben der Zeit zu danken. Vom 14. Jh. an wurde, ausgehend vom Mittelmeerraum, das giftige Bleiweiß (basisches Bleicarbonat) für Unterwasseranstriche verwendet. Zum Aufbringen des Unterwasseranstrichs und zum Dichten der Fugen (s. Kalfatern) mussten die Schiffe aufs Land gezogen (gekielholt) werden.




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