Schlacht bei Tours und Poitiers




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Schlacht bei Tours und Poitiers. Muslimische Berber, die unter ihrem Führer Tarik 711 von Marokko her die Meerenge zur iberischen Halbinsel überschritten hatten (Gibraltar = Dschabal Tarik = Berg des Tarik), machten sich zu den neuen Herrschern im christlich-westgotischen Reich. Die unterworfenen Städte wussten sie durch ehrenhafte Verträge an sich zu binden. 719 führte der muslimische Statthalter Spaniens, As-Samh, ein Heer über die Pyrenäen, besetzte Narbonne und zog weiter gegen Toulouse, der früheren Hauptstadt des gallischen Westgotenreiches. Nachdem As-Samh in einer Schlacht gefallen war, ohne sein Ziel erreicht zu haben, eroberte sein Nachfolger Anbasa (721-726) Carcassonne und Nimes. Ein erneuter Vorstoß der Sarazenen geschah unter dem Statthalter Abderrahman al-Ghafiki, der 732 von Pamplona aus mit einem gewaltigen Heer durch das Baskenland in Aquitanien einfiel, um das fränkische Nationalheiligtum in Tours, die Martinskirche mit der Mantelreliquie des fränk. Reichspatrons, zu vernichten. Auf dem Weg dorthin wurde er bei Poitiers (“ad Pectavis”) von dem merowingischen Hausmeier Karl Martell mit seinem Heer aus Franken und Burgundern gestellt und nach sieben Tage währender gegenseitiger Belauerung vernichtend geschlagen. Abderrahman, “der König der Sarazenen” fiel, die überlebenden Muslime flohen und hinterließen ihr Feldlager mit reicher Beute. Der Chronist Paulus Diaconus beziffert die Gefallenen der Sarazenen mit der phantastischen Zahl von 375.000, die der Franken mit 1.500. In der Vita des Bischofs Chrodegang von Metz (gest. 766) wird die Zahl der gefallenen Ungläubigen in geradezu grotesker Übertreibung mit 600.000 angegeben.

Trotz des glänzenden Sieges der Franken (“Europenses”) bei Poitiers kann die Schlacht nicht als das Ende der Bedrohung des Abendlandes durch die Muslime gewertet werden. Vielmehr zogen sich die verlustreichen Abwehrkämpfe im Süden des Frankenreiches bis 759 hin, als es König Pippin III., einem Sohn Karls, gelang, die letzte Bastion der Sarazenen (der “gens perfida”) in Narbonne einzunehmen.




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