Schlacht von Tannenberg




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Schlacht bei Tannenberg (in der poln. Geschichtsschreibung Schlacht von Grünwald). Die schon lange anhaltende Feindschaft zwischen dem Deutschritterorden einerseits und dem Großfürstentum Litauen und dem Königreich Polen auf der anderen Seite entlud sich am 15. Juli 1410 in einer der größten Schlachten des Mittelalters nahe der Orte Tannenberg (Stebark) und Grünwald im heutigen Masuren. Hochmeister Ulrich von Jungingen führte ein Heer von schätzungsweise 27.000 Mann in die Schlacht, ein Drittel davon Berittene, nur etwa 400 Ordensritter darunter, dazu Bogner, Armbrustschützen und Artilleristen, die vor der Kavallerie plaziert waren. Unter König Wladislaw II. Jagiello und Großfürst Vytautas fochten insgesamt 39.000 Mann aus Polen, Litauen und Weißrussland, sowie Tataren und Ruthenen. Das Treffen begann um die Mittagszeit und endete am späten Abend nach anfänglichen Erfolgen der Deutschen mit deren Einkesselung und völliger Vernichtung. Neben dem Hochmeister war fast die gesamte Führungselite des Ordens gefallen, zeitgenössische Chronisten berichten von insgesamt bis zu 50.000 Gefallenen, Verwundeten und Gefangenen. Das reich ausgestattete Heerlager des Ordens wurde während der folgenden drei Tage geplündert. Die Gefallenen wurden ausgeraubt und in Massengräbern verscharrt. Gefangene sollten später gegen hohes Lösegeld losgegeben werden. Die erbeuteten Banner der Ordensritter wurden in die Krakauer Wawelkathedrale gebracht und als Siegestrophäen ausgestellt.

Die Schlacht von Tannenberg markiert den Beginn des Niedergangs des Ordensstaates. Die Ritter hatten den Nimbus der Unbesiegbarkeit verloren. Im ersten Frieden von Thorn (1411) musste sich der Orden zur Abtretung einiger Gebiete und zu einer hohen Bußzahlung verpflichten. Mit dem zweiten Friedensschluss von Thorn (1466) wurde Ostpreußen ein Vasallenstaat Polens, das seinerseits zu einer Großmacht aufstieg.




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