Schwank

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Lexikon des Mittealters Leben im Schatten der Zinnen: Burgen des Mittelalters und ihr Alltag
Erkunde das Mittelalter: Über 3.979 Seiten und mehr als 6.400 Einträge bieten dir einen tiefen Einblick in diese Ära. Vom Ablass bis zur Zunftordnung - dieses eBook ist dein Guide durch die Geschichte, Gesellschaft und Kultur Europas von 500 bis 1500 n. Chr. Entdecke in „Leben im Schatten der Zinnen“ auf 122 Seiten die mittelalterliche Burgenwelt: Architektur, Alltag und ihre Rolle im Mittelalter kompakt erklärt.

Schwank (mhd. swanc = [Fecht-]hieb, Schlag; seit dem 15. Jh. in der Bedeutung Streich, lustiger Einfall, Erzählung von solchen). Bezeichnung für eine scherzhafte, oft derb-komische kurze Erzählung in Vers oder Prosa, meist mit satirischer oder lehrhafter Pointe (gefüege kündekeit). Erste Schwankdichtungen des Mittelalter stammen aus dem 10. Jh. und sind in mlat. Sprache abgefasst (z.B. der Schwank vom Bauern Unibos [= Einochs]). Nach dem Vorbild der afrz. Fabliaux schrieb Der Stricker seine “Schwänke des Pfaffen Amis” (um 1240), eine Sammlung von zwölf Schwankerzählungen, in denen die Torheiten und Laster aller Stände entlarvt werden und der Titelheld durch List und Schelmereien zu Vermögen kommt. Schwankhafte Einschübe in eher trocken-ernste Fastenpredigten oder beim Schulunterricht wurden seit dem 13. Jh. üblich. Beliebte Schwänke rankten sich um den Bauernfeind Neidhart von Reuenthal (s. Neidhart Fuchs), um den “Pfaffen vom Kalenberg” (von Philipp Frankfurter, Erstdruck 1473) und um Till Eulenspiegel.

(s. Schlaraffenland, Tierschwank)

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