Siedlungsraum

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Siedlungsraum. Bevorzugte Siedlungsräume waren im Frühmittelalter zunächst Küstengebiete, Flusstäler und fruchtbare Ebenen. Die größten Siedlungsdichten gab es in Deutschland am Niederrhein, in Niedersachsen, in der Rhein-Main-Tiefebene und in der Oberrheinebene, in den Tälern von Mittelrhein, Mosel, Lahn, Neckar, Main und Tauber, sowie im unteren Weserbergland und in der schwäbischen Alb. Nahezu menschenleer waren anfangs die Geest-, Marsch- und Moorgebiete Norddeutschlands sowie die Berglandschaften des Südens und die höheren Mittelgebirgslagen. Mit zunehmender Bevölkerung wurde, besonders im 12./13. Jh., durch Binnen- und Ostkolonisation der Siedlungsraum auf Kosten der Waldbestände, Sümpfe und Moore ausgedehnt. Durch Bevölkerungsrückgang, die spätmittelalterliche Agrarkrise und möglicherweise auch durch örtliche Bodenerschöpfung kam es im Spätmittelalter zu verbreiteter Aufgabe von Siedlungen (s. Wüstung) und zum Wiedervorrücken des Waldes.

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