Staublunge

Cinque Terre Forest
Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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Staublunge (Steinstaublunge, wiss. Silikose; zu lat. silex, -icis = Kiesel, Feuerstein, Fels). Durch die Einatmung quarzhaltigen Feinstaubes werden Veränderungen des Lungengewebes (Granulomatose, Gewebsschrumpfung, Bindegewebszubildung und kompensatorisches Emphysem) hervorgerufen, die zu Krankheitserscheinungen führen wie chronische Bronchitis, Husten, Atemnot und leichte Ermüdbarkeit, Körperschwäche. Befallen wurden hauptsächlich Bergleute im Streckenvortrieb (Hauer), Sandmacher und Glasmacher.

Von den Ärzten des Mittelalter scheint die Staublunge nicht als eigene Krankheit erkannt worden und dem houste zugeordnrt worden zu sein. Erst zu Beginn der Neuzeit schreibt der Naturforscher und Arzt Georg Agricola zu den Bergleuten, die in trockenen Grubenabschnitten arbeiten, in De re metallica: “… der Staub, der bei der Grubenarbeit erzeugt und aufgewirbelt wird, gelangt in die Luftröhre und in die Lunge und erzeugt Atembeschwerden und ein Leiden, das die Griechen Asthma nennen. Wenn dieses zerstörende Kraft erhält, bringt es die Lungen zum Eitern und erzeugt im Körper die Schwindsucht.” Sein Zeitgenosse, der Arzt Paracelsus, beschreibt die Silikose unter dem Namen Bergsucht.

(s. Bergleute, Berufskrankheiten, Glasmacher, Husten, Sandmacher)

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