Türmer




Türmer (mhd. türner, turnhüeter). Zwar hatte man schon von den Türmen früher Burgen Ausschau nach Feinden oder bösem Wetter gehalten, der Beruf des Türmers entstand jedoch erst in den Städten des HMA., als die ständig drohende Feuersgefahr Wachsamkeit bei Tag und Nacht erforderte. Daneben hatte der Türmer auf Wach- oder Gefängnistürmen durch Glockenläuten oder Stundenabblasen die Zeit anzuzeigen und aufziehende Unwetter oder nahendes Kriegsvolk zu melden (s. Glockenläuten, Horn, Stadtglocken). Weshalb der Türmerberuf fast überall als unehrlich verfemt wurde, ist nicht eindeutig geklärt. Mancherorts war das Türmeramt dem Henker aufgetragen worden, dem am stärksten tabuisierten Mann der Gesellschaft. Auch benutzte man Türme als Kerker, deren Wachpersonal (Büttel, Schergen) als kaum weniger verfemt galt. In vielen Fällen wurden fahrende Spielleute, die ebenso den Unehrlichen zugerechnet wurden, vorübergehnd als Turmbläser angestellt. Auch kann es vorgekommen sein, dass ein asylsuchender Missetäter auf einem Kirchturm als Türmer heimisch wurde. Wenn dem Türmer auch zauberische Macht zugetraut wurde, dann möglicherweise wegen seiner Nähe zu nachtfahrenden Dämonen und Geistern. Vom Spätmittelalter an wurde das Stundenabblasen vom Turm durch gelernte Musiker im Dienste des Rats besorgt (s. Stadtpfeifer).




Geburt und Tod, Ehe und Familie, Religion und das Verhältnis zur Natur … Robert Fossier führt uns ein in die mittelalterliche Welt und erzählt vom Leben derer, von denen wir bislang zu wenig wissen: der einfachen Menschen.

Leicht verständlich und fundiert geleitet das vorliegende Handbuch die Leser durch die komplexe Welt der mittelalterlichen Kleidung. Die Grundlagen und Bedeutungen verschiedener Materialien, Näh-, Stich- und textiler Techniken werden ebenso erläutert wie die Voraussetzungen, Grenzen und Möglichkeiten der Forschung.

"Die Säulen der Erde" und "Die Tore der Welt" zwei Bestseller von Ken Follett, beide Verfilmungen in einer DVD Sammlung erhältlich. Es ist eine Zeit blutiger Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und einfachem Volk, das unter Ausbeutung und Not leidet.

Eine faszinierende, reich bebilderte Alltagsgeschichte des Mittelalters. Die Popularität des Mittelalters ist seit vielen Jahren ungebrochen. Es sind die konkreten Dinge des Lebens, die besonders faszinieren: Wie lebten und starben die Menschen? Wie feierten sie, wie zogen sie sich an und was aßen sie? Was taten sie bei Krankheit, wie schützten sie sich vor Hitze und Kälte?

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