Übersetzerschule von Toledo

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Übersetzerschule von Toledo (die Stadt im Zentrum Iberiens geht auf die röm. Burg Toletum zurück, gegründet im Jahre 192 v.u.Z.; unter maurischer Herrschaft 711-1085 war ihr Name Tulaytula). Nachdem in Toledo die arab. Herrschaft zu Ende gegangen war, wurde die Übersetzertätigkeit arab. Gelehrter, bei welcher es im wesentlichen um die Übertragung des Corpus Aristotelicum ins Arabische gegangen war, von abendländischen Wissenschaftlern fortgesetzt, die ihrerseits aus dem Arabischen ins Lateinische übersetzten. Als translatores betätigten sich zugewanderte Spanier, Italiener, Franzosen, Deutsche, Engländer und spanische Juden. Genannt seien Petrus Venerabilis, Dominicus Gundisalvi, Gerhard von Cremona, Michael Scotus, Johannes Hispanus und Marcus von Toledo.

Die Blütezeit der “Übersetzerschule” von Toledo umfasst etwa die Zeit zwischen 1135 (Bischof Raimund von Toledo) und 1284 (Tod König Alfons’ X. von Kastilien.)

(s. Raimund von Toledo, Reconquista, Spanien, Übersetzer)

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