Wassergeister




Wassergeister (mhd. merwunder, nickese, nixe, wazzervrouwe, -wip, -holde u.a.m. Die Bezeichnung -geister ist irreführend, da es sich um körperhafte, nicht um ätherische Wesen handelt.). Aus der Mythologie der grch. und röm. Antike (Strabon, Plinius) waren Vorstellungen von wasserbewohnenden Fabelwesen aufs Mittelalter gekommen, die teils menschenähnliche, teils eher tierliche Gestalt hatten und seltener von gutartigem, häufiger von tückischem Charakter waren. Vor allem in den Tiefen der unermesslich großen, schaudererregenden Meere wimmelte es von gräulichchen Untieren und Meerleuten. Aber auch Quellen, Waldbäche, Flüsse und Seen waren von Geistern bewohnt. In Flüssen und Seen hausende Wasserweiber und -männer (Nixen, Nöcke) dachte man sich meist klein wie Kinder, als von grüner Farbe und mit Schwimmhäuten an den Zehen. Meerweiber (mhd. mermeit, merwip) hatten fast immer einen fischartigen Unterleib, lange grüne Haare, meergrüne Hautfarbe und waren von anmutiger Erscheinung. Unter den tierlichen Wasserwesen gab es pferdeartige, solche von Stiergestalt, aber auch Hunde und Hähne. Der Wassermann (Meermann) konnte sich in einen übergroßen Fisch mit Menschenkopf verwandeln.

Es war Brauch, den Naturgeistern – also auch denen des Wassers – Opfer zu bringen, um sie sich gewogen zu machen. Schon Karl d. Gr. hatte dagegen Gesetze erlassen und noch spätere Bußbücher und Beichtspiegel mussten sich mit dem Gegenstand befassen.

In der mittelalterliche Literatur fanden die Wunderwesen vielfachen Niederschlag, so z.B. bei Saxo Grammaticus (12./13. Jh.) und Gervasius von Tilbury (12./13. Jh.). – Im Nibelungenlied verkünden Wasserfrauen der Donau dem Gunther den bevorstehenden Untergang der Burgunder.

Abbildungen von Ungeheuern und Geisterwesen der Meere finden sich auf mittelalterliche Seekarten, wo sie die freien Wasserflächen von Meeren bevölkern.

(s. Ungeheuer)




Geburt und Tod, Ehe und Familie, Religion und das Verhältnis zur Natur … Robert Fossier führt uns ein in die mittelalterliche Welt und erzählt vom Leben derer, von denen wir bislang zu wenig wissen: der einfachen Menschen.

Leicht verständlich und fundiert geleitet das vorliegende Handbuch die Leser durch die komplexe Welt der mittelalterlichen Kleidung. Die Grundlagen und Bedeutungen verschiedener Materialien, Näh-, Stich- und textiler Techniken werden ebenso erläutert wie die Voraussetzungen, Grenzen und Möglichkeiten der Forschung.

"Die Säulen der Erde" und "Die Tore der Welt" zwei Bestseller von Ken Follett, beide Verfilmungen in einer DVD Sammlung erhältlich. Es ist eine Zeit blutiger Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und einfachem Volk, das unter Ausbeutung und Not leidet.

Eine faszinierende, reich bebilderte Alltagsgeschichte des Mittelalters. Die Popularität des Mittelalters ist seit vielen Jahren ungebrochen. Es sind die konkreten Dinge des Lebens, die besonders faszinieren: Wie lebten und starben die Menschen? Wie feierten sie, wie zogen sie sich an und was aßen sie? Was taten sie bei Krankheit, wie schützten sie sich vor Hitze und Kälte?

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