Wegerich




Wegerich, Breitwegerich (mhd. wegerich, ahd. wegarih; lat. plantago; botan. Plantago major; volkstümlich Wegebreit, Breiter W., Großer W.; der Name rührt daher, dass die trittfeste Pflanze häufig an Wegrändern und auf Wiesenpfaden zu finden ist.). Sommergrünes, widerstandsfähiges und ausdauerndes Kraut mit langfaserigem Wurzelstock aus der Ordnung der Lippenblütler, im Mittelalter europaweit verbreitet. Zu seinen Wirkstoffen zählen Bitter-, Gerb- und Schleimstoffe. Verschiedene Arten des Wegerichs standen schon in der Antike als Heilpflanzen mit breitem Wirkungsspektrum in hohem Ansehen, die größere Wirkkraft (vim maiorem) aufgrund seiner großen heißen und trockenen Qualität schrieb man jedoch dem Breitwegerich zu.

In mittelalterliche Kräuterbüchern sind Verwendungszwecke der W.-Blätter und des W.-Saftes aufgeführt (Umschläge zur Blutstillung und Wundpflege, Einnahme bei Atemwegserkrankungen, Bauchschmerzen, Durchfall, Blutstuhl und giftigen Tierbissen) sowie des W-Samens (innerlich bei Blasenstein). Im Macer Floridus steht der folgende Rat: “… stampft man´s in Salz und legt es auf, vertreibt es böse Halsdrüsen. Als Gemüse gekocht und gegessen, hilft´s Wassersüchtigen sowie Asthmatikern , soll auch den Fallsüchtigen gut tun.” Weiters führt er als Heilanzeigen an: schwärende Wunden des Mundes, Ohrenschmerz, Antoniusfeuer, Blutspeien, Schwindsucht, Blasen-, Nieren und Augenschmerzen, Zahnweh, übermäßige Monatsblutung (hier sollen saftgetränkte Wollzäpfchen in die Vagina eingeführt werden), Nachgeburtsverhaltung, Spulwurmbefall und wunde Füße.

Reinem Aberglauben zuzurechnen ist der Rat Hildegardis Bingensis, gegen Liebesleid (zauber amoris) W.-Saft (succus wegerich) zu trinken, und gegen Behexung ein “pulvis contra venenum et contra magica verba” (Pulver gegen Gift und Zaubersprüche) einzunehmen, das u.a. W.-Wurzeln enthält.




Geburt und Tod, Ehe und Familie, Religion und das Verhältnis zur Natur … Robert Fossier führt uns ein in die mittelalterliche Welt und erzählt vom Leben derer, von denen wir bislang zu wenig wissen: der einfachen Menschen.

Leicht verständlich und fundiert geleitet das vorliegende Handbuch die Leser durch die komplexe Welt der mittelalterlichen Kleidung. Die Grundlagen und Bedeutungen verschiedener Materialien, Näh-, Stich- und textiler Techniken werden ebenso erläutert wie die Voraussetzungen, Grenzen und Möglichkeiten der Forschung.

"Die Säulen der Erde" und "Die Tore der Welt" zwei Bestseller von Ken Follett, beide Verfilmungen in einer DVD Sammlung erhältlich. Es ist eine Zeit blutiger Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und einfachem Volk, das unter Ausbeutung und Not leidet.

Eine faszinierende, reich bebilderte Alltagsgeschichte des Mittelalters. Die Popularität des Mittelalters ist seit vielen Jahren ungebrochen. Es sind die konkreten Dinge des Lebens, die besonders faszinieren: Wie lebten und starben die Menschen? Wie feierten sie, wie zogen sie sich an und was aßen sie? Was taten sie bei Krankheit, wie schützten sie sich vor Hitze und Kälte?

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