Wibald von Stablo




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Wibald von Stablo (W. von Corvey; 1098 – 1158). Aus Monastir in Lothringen gebürtig, wurde in jungen Jahren in das Reichskloster Stablo (Stavelot, nahe Malmedy) zur Ausbildung gegeben, studierte später in Lüttich bei Rupert von Deutz und trat 1117 in das Benediktinerkloster Waulsort (Walciodor, heute Belgien) ein, wo er bald zum Pförtner und zum Schulleiter aufstieg. Er wechselte in das Kloster Stablo über, zu dessen Abt er 1130 gewählt wurde. 1146 bestallte ihn Konig Lothar III. mit einem hohen Posten in der Reichskanzlei und betraute ihn mit diplomatischen Diensten, in deren Verfolgung er zu guten Beziehung zur päpstl. Kurie gelangte. 1146 wählte ihn auf die Empfehlung Lothars auch der Konvent des Klosters Corvey (Corbeya, bei Höxter) zum Abt. – Nach dem Tod von Lothar (1137) und von dessen Nachfolger Konrad III. (1152) setzte sich Wibald erfolgreich für die Erhebung des Herzogs Friedrich von Schwaben zum dt. König ein, gelangte aber unter diesem (Friedrich I. Barbarossa) nicht zu einer ähnlich hohen Stellung wie unter dessen Vorgänger. Lediglich für die Beziehungen zum byzantin. Kaiser Manuel I. Komnenos hatte er exklusive Vollmachten, bemühte sich jedoch vergeblich um eine Verheiratung Friedrichs mit einer Kaisertochter (1155).

Eine besondere Neigung hatte Wibald zum klassischen Schrifttum und hier besonders zu Cicero und zur Rhetorik. Er ließ viele Manuskripte antiker Autoren in die Bibliothek von Corvey holen und sorgfältig archchivieren. Zu der von ihm gepflegten Redekunst merkt er an, dass man diese nicht in den Klöstern erlernen könne, da sie dort nicht praktisch geübt werden könnten. Besonders verdient gemacht hat er sich durch seine Betätigung als stilbewusster Verfasser amtlicher Schreiben, von denen sich viele in einem sog. “Briefbuch” erhalten haben.

Auf einer Reise als politischer Gesandter Friedrichs an den byzantinischen Kaiserhof ist er in Bitolia (Mazedonien) gestorben. Seine Gebeine wurden nach Stablo überführt.

Das Briefbuch ist in einem einzigen handschriftlichen Original beinahe vollständig erhalten. Niedergeschrieben wurde es von Wibald selbst sowie von mehreren ungenannten Schreibern. Es ist nach Problem- und Themenfeldern geordnet und umspannt den Zeitraum von 1146 bis 1157. Auf 161 Pergamentblättern enthält es 451 Briefe und Urkunden zu verschiedenen Angelegenheiten sowohl seiner Klöster wie der Päpste Eugen III. und Hadrian IV. sowie des Staufers Friedrich I. Sein heutiger Aufbewahrungsort ist das Staatsarchiv Lüttich.

Von Wibald stammen auch eine Corveyer Gründungsgeschichte (“Chronographus Corbeiensis”) und ein Verbrüderungsbuch, in welchem die Mönche von Corvey als Gebetsbrüder von Mönchen 74 anderer Klöster (u.a. Stablo) verzeichnet sind.

(s. Brief, Gebetsbruderschaft, Rhetorik)




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