Zement

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Zement (mhd. ziment[e], aus afrz. ciment, spätlat. cimentum, lat. caementum = Bruchstein, Mörtel). Die Römer hatten nach phönizischem und griechischem Vorbild die Technologie gießfähigen Betons (opus caementitium, opus concretum) aus gebranntem Kalk, Sand, Wasser und verschiedenen Zuschlagsstoffen in großem Umfang in der Baukunst angewandt (berühmtestes Beispiel: die Kuppel des röm. Pantheons). In den Wirren der Völkerwanderungszeit war auch das Wissen um das richtige Betonrezept (mit einem Zuschlag von gemahlenem Tuff oder Bims zur Härtung und Haltbarmachung gegen Wasser) verlorengegangen, und so experimentierte man im Mittelalter mit Zusätzen wie Essig, Milch, Wein usf. Gussmauerwerk aus Mörtel und Steinbrocken, Kies oder Ziegelsplitt konnte zwischen aufgemauerte Schalmauern oder zwischen bzw. – bei Gewölben – über Bretterschalungen eingebracht werden (“was der turn mit groszen quadranten auszen gemauert und innen auch und in der mitte kislingstain mit morter ein gerent [v. rinnen] und gegoszen”).

(s. Mörtel, Mörtelmacher, Mörtelmischwerk)

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