Jan Hus




* Husinec (Südböhmen) 1370, † Konstanz 06.07.1415

Tschechischer Reformator, um 1400 nahm Hus eine Lehrtätigkeit an der Universität Prag auf und gewann als Prediger der Bethlehemskapelle im Geiste der Ideen Wyclifs in Böhmen großen Anhang. In den teilweise national gefärbten theologischen Streitigkeiten an der Universität unter lag er 1412 gegen die dortigen deutsche Mehrheit. Papst Alexander V. verhängte über Hus und seine Anhänger den Kirchenbann; sie mussten auf Befehl des Königs Wenzel die Stadt verlassen. Zur Beendigung der böhmischen Religionsstreitigkeiten wurde Hus auf das Konstanzer Konzil geladen, von Theologen der Prager Universität als Ketzer angeklagt, verurteilt und trotz der Zusicherung freien Geleits am 6. Juli 1415 in der Konzilstadt verbrannt. Seine Anhänger (Hussiten) spielte nach seinem Tod in der religiösen und politischen Geschichte Böhmens eine wichtige Rolle.

Wir setzen Cookies (eigene und von Drittanbietern) ein, um Ihnen die Nutzung unserer Webseite zu erleichtern und Ihnen Werbemitteilungen im Einklang mit Ihren Browser-Einstellungen anzuzeigen. Mit der weiteren Nutzung unserer Webseite sind Sie mit dem Einsatz der Cookies einverstanden. Weitere Informationen zu Cookies entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung und Cookie-Richtlinie.

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen