Kennzeichen der Stadt

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Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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Das wichtigste Kennzeichen der Stadt war der Markt, der zu bestimmten Zeiten abgehalten wurde. Das Marktrecht gib ursprünglich vom König aus, Unter seinem „Frieden“ fand der Markt statt. Deshalb errichtete man auf dem Markte ein Kreuz oder ein Fahren als Sinnbild des Königsschutzes. In norddeutschen Städten wurde stattdessen gerne eine Rolandstatue aufgestellt.

Außerdem musst eine Stadt befestigt sine. Ursprünglich schützten sie Wall und Graben, später bestand das „Werk“ der Stadt aus einen tiefen Stadtgraben, einer hohen, oft mehrfach hintereinander aufgeführten Mauer mit turmbewehrten Toren, Brustwehren (vorspringende Mauerteile), Wehrgängen and er Innenseite und trotzigen Türmen. Wer in Nürnberg schon einmal „ums Tor“ gegangen, wer Nördlingen und Rothenburg gesehen hat, der wird den Eindruck bekommen haben dass einen mittelalterliche Stadt eine mächtige Burg war. Mit Recht nannten sich ihre Bewohner Bürger.

Sehr wichtig war für die Stadt auch eine weitgehende Freiheit. Der von den Bürgern gewählte Rat der Stadt mit dem Bürgermeister an der Spitze musste das Recht haben, innerhalb des Burgfriedes (Stadtgrenze) Steuern einzuheben, Gericht zu halten und für Ordnung und Sicherheit zu sorgen (Polizei). Durch einen kaiserlichen Freibrief wurden der Stadt diese Rechte übertragen. Dann nannte sie sich freie Reichsstadt und unterstand keinem anderen Herrn als dem Kaiser. Freilich gelang es nicht alles Städten, diese Reichsfreiheit zu gewinnen, Viele blieben einem Bischof, einem Herzog oder Grafen untertänig und hießen dann Landstädte. Von den bayrischen Städten waren Augsburg, Regensburg, Nürnberg, Rothenburg und Speyer Reichsstädte, während München und Landshut herzoglich, Passau, Bamberg und Würzburg bischöflich blieben.

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