Textilgewerbe im Mittelalter




Große Bedeutung hatte fast überall in Deutschland das Textilgewerbe. Es gab kaum eine größere Stadt, in der nicht wenigstens eine Weberzunft bestanden hatte. Die Erfindung des Trittwebstuhls im 14. Jahrhundert verdoppelte die Arbeitsproduktivität, da der Tritt, der die Kettfäden hob, den bis dahin nötigen zweiten Mann am Webstuhl überflüssig machte. Hauptsächlich wurden Leinwand und Wolltuch gewebt. Seit 1400 etwa wurde aus Kleinasien auch Baumwolle eingeführt, die die Weber mit Leinen zusammen zu Barchent verarbeiteten.

Durch die erhöhte Arbeitsproduktivität benötigten die Weber sehr viele Rohstoffe. Das machten sich reiche Meiser und Kaufleute zunutze. Sie lieferten dem Weber das Garn auf Vorschuss und nahmen das fertige Gewebe ab. So wurde der Weber allmählich vom Rohstoffverkäufer und vom Käufer der Fertigwaren getrennt. Diese Betriebsform, bei der die Produzenten vom Markt getrennt sind, nennt man „Verlag“. Der „verlegte“ Handwerker wurde zum bloßen Arbeiter, der um Lohn für den Verleger produzierte.  Für große Verleger arbeiteten ganze Zünfte, manche lieferten den Webern auch die Webstühle.




Geburt und Tod, Ehe und Familie, Religion und das Verhältnis zur Natur … Robert Fossier führt uns ein in die mittelalterliche Welt und erzählt vom Leben derer, von denen wir bislang zu wenig wissen: der einfachen Menschen.

Leicht verständlich und fundiert geleitet das vorliegende Handbuch die Leser durch die komplexe Welt der mittelalterlichen Kleidung. Die Grundlagen und Bedeutungen verschiedener Materialien, Näh-, Stich- und textiler Techniken werden ebenso erläutert wie die Voraussetzungen, Grenzen und Möglichkeiten der Forschung.

"Die Säulen der Erde" und "Die Tore der Welt" zwei Bestseller von Ken Follett, beide Verfilmungen in einer DVD Sammlung erhältlich. Es ist eine Zeit blutiger Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und einfachem Volk, das unter Ausbeutung und Not leidet.

Eine faszinierende, reich bebilderte Alltagsgeschichte des Mittelalters. Die Popularität des Mittelalters ist seit vielen Jahren ungebrochen. Es sind die konkreten Dinge des Lebens, die besonders faszinieren: Wie lebten und starben die Menschen? Wie feierten sie, wie zogen sie sich an und was aßen sie? Was taten sie bei Krankheit, wie schützten sie sich vor Hitze und Kälte?

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