Bäuerliches Gerät




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bäuerliches Gerät. Neben den an anderer Stelle (s. Agrartechnik) genannten Werkzeugen zu Rodung, Bodenbearbeitung, Anspannung und Ernte hat es eine Vielzahl weiterer, überwiegend hölzerner Geräte gegeben, die je nach Landschaft unterschiedlich ausgeformt waren und von denen uns – außer auf mittelalterliche Abbildungen – so gut wie nichts erhalten geblieben ist. Im Folgenden soll eine kleine Auswahl von mittelalterliche bäuerlichem Gerät vorgestellt werden.

In der Schafhaltung wurde der Ringelstock (Fangstock) zum Einfangen der Tiere benutzt, und die Bügelschere, die von der Römerzeit bis heute unverändert geblieben ist, zur Schur. (Der Ringel- oder Hirtenstock war das Vorbild des bischöfl. Krummstabs.) Zum Melken kannte man den Melkkübel (mit einem oder zwei Griffen), zum Buttern das Stoßbutterfass (den Butterkübel), in dem eine an einem Stab befestigte durchlöcherte Rundscheibe auf und ab bewegt und die Milch dabei verquirlt wurde. Zur Rahmgewinnung wurde die Milch in hölzerne, später auch irdene flache Gefäße gegossen, zum Abschöpfen des Rahms dienten Rahmkelle und -messer aus Holz. Zur Käserei bediente man sich verschiedener hölzerner und irdener Gefäße. Der hölzerne Backtrog (auch Teig- oder Backmulde genannt, bis zu 2 m lang, aus Eichen-, Pappel- oder Zirbelholz) war ursprünglich aus einem Baumstamm nach Art des Einbaums herausgehauen. (Das älteste Exemplar in Deutschland stammt aus dem Jahr 1454 und ist im Freilichtmuseum Bad Windsheim zu besichtigen.) Backtröge wurden selten und nur ungern – etwa bei längerer Nichtbenutzung – ausgescheuert, da die Erfahrung gelehrt hatte, dass danach der Teig weniger gut aufging. Aus dem 14. Jh. stammt das wohl älteste erhaltene Salzfass (Metze), das wie anderes hauswirtschaftliches Kleingerät (Teller, Löffel, Daubenbecher und -kannen, Platten, Behältnisse) aus Holz gearbeitet ist. Am Ende des Mittelalter kamen auch in bäuerlichen Haushaltungen Glas- und Zinnbecher in Gebrauch, Zum Schärfen von Sichel- und Sensenblättern verwendete man den Wetzstein; die älteste Darstellung des Dengelns stammt vom Anfang des 15. Jh.

Weitere Geräte der bäuerlichen Selbstversorgungswirtschaft finden sich unter den Stichworten Dreschen, Flachs, hauswirtschaftliches Gerät, Imkerei, Sense, Sichel, Werkzeug, sowie unter Handmühle, Schlachtung, Spinnen, Webstuhl, Wolle.




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