Bergstädte




Jetzt neu verfügbar, das umfassende Lexikon über das Mittelater, mit mehr als 3.900 Seiten und über 6.400 Einträgen. Download als eBook ist hier verfügbar.

Das Nachschlagewerk gibt einen umfangreichen Überblick über die Zeit des Mittelalters, erfahre hier mehr darüber!

Bergstädte. Frühe Bergstädte im deutschen Sprachraum waren am Harz: Goslar (gegr. 922, Erzbergbau seit spätestens 968), Gittelde, Badenhausen und Düna; am Schwarzwald: Prinzbach, St. Ulrich und Münster; am sächsischen Erzgebirge: Treppenhauer, Hartmannsdorf und Ullersberg/Wolkenburg; im Siegerland: Altenberg (bei Müsen); an der Weser: Corvey. Seit der 2. Hälfte des 12. Jh. entstanden planmäßig angelegte und geförderte, auf die Ausbeutung von Bodenschätzen spezialisierte Bergleutesiedlungen. Um sie für Bergleute aus anderen Gegenden attraktiv zu machen, wurden sie mit bedeutenden Privilegien ausgestattet (s. Bergfreiheiten). Als Mittler zwischen Bergleuten und dem jeweiligen Regalherrn sowie als Einheber der Bergabgaben fungierte ein vom Regalherrn eingesetzter Bergmeister (magister montium). Hand in Hand mit den Bergleuten (montani) arbeiteten die Hüttenleute (silvani). Als ältestes Beispiel einer Bergstadt gilt Freiberg (Sachsen), das 1218 nach Zusammenlegung einer Bergbausiedlung mit jüngeren Niederlassungen von Handwerkern, Kaufleuten und landesherrlichen Dienstmannen zur Stadt erhoben wurde. Ebenfalls im 13. Jh. entstanden die schlesischen Bergstädte Goldberg, Löwenberg und Reichenstein, das mährische Iglau sowie Kuttenberg und Deutschbrod in Böhmen. Auf deutsche Gründung gehen die Bergstädte Schemnitz, Kremnitz und Neusohl im Gebiet der heutigen Slowakei zurück. Im Spätmittelalter entstanden in Schlesien die Bergleutesiedlungen Siebenlehn, Ehrenfriedersdorf und Altenberg, und in Tirol das habsburgische Schwaz. Kupferberg am Südrand des Frankenwaldes (im 12. Jh. “Schorgez ufm Berg”) wurde vor 1320 zur Bergbaustadt mit Befestigungsrecht erhoben. In der 2. Hälfte des 15. Jh. wurden im Erzgebirge ®Schneeberg und Annaberg gegründet. Aufgrund eines rapiden Rückgangs des Bergbaus – besonders des Edelmetallbergbaus – in der zweiten Hälfte des 14. Jh. gingen viele Bergbausiedlungen und Bergstädte ein.

Ma. Darstellungen von Bergwerksstädten und archäologische Befunde in mittelalterliche Erzrevieren legen nahe, dass Wohn- und Lagerhäuser, Stollenmünder, Grubenbauten, Pochstellen und Waschwerke, Schlackenhalden und Meilerplätze, Bergschmieden und Schmelzöfen ziemlich regellos nahe beieinander lagen.




Das Lexikon,  als digitales eBook, über das Mittelalter mit 3.979 Seiten und mehr als 6.400 Einträgen, gibt einen umfassenden Überblick über die Zeit des Mittelalters. Vom Ablass, über Blutpfennig und Kernburg, bis zu Zunftordnung und Zwölf Alte Meister. Ein eBook als Nachschlagewerk, das die Aspekte der europäischen Geschichte, Gesellschaft und Kultur von 500 bis 1500 n. Chr.  abdeckt.

Das eBook jetzt für nur 6,99 EUR, inkl. MWST kaufen, sicher über unseren Partner digistore24 herunterladen

Wir setzen Cookies (eigene und von Drittanbietern) ein, um Ihnen die Nutzung unserer Webseite zu erleichtern und Ihnen Werbemitteilungen im Einklang mit Ihren Browser-Einstellungen anzuzeigen. Mit der weiteren Nutzung unserer Webseite sind Sie mit dem Einsatz der Cookies einverstanden. Weitere Informationen zu Cookies entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung und Cookie-Richtlinie.

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen