Chiemsee (Klöster)




Chiemsee (Klöster). Die beiden großen Inseln des größten Sees im bayer. Voralpenland zählen zu den ältesten Kloster- und Kirchenstätten Bayerns. Bereits um 770 wird Hrodhard als Abt eines Klosters auf der der später Herrenwörth genannten Hauptinsel genannt. 772 entstand das Frauenkloster auf Nunnen- oder Frauenwörth.

Das Kloster Herrenwörth kam 891 nach wechselhafter Geschichte an das Bistum Salzburg, unter dessen Hoheit es 1125 in ein reguliertes Augustinerchorherrenstift umgewandelt wurde (von welchem der Name rührt). Dieses widmete sich besonders der Betreuung von Pfarreien im Umland und wurde 1215 zu einem salzburgischen Suffraganbistum mit Sitz in der Stiftskirche (Domstift) erhoben. Der Umfang des Bistums war mit 10 Altpfarreien recht bescheiden, es konnte sich jedoch auf Besitzungen außerhalb des Bistumssprengels stützen. Der Bischof von Chiemsee residierte stets außerhalb seines Bistums (in Bischofshofen und Fischhorn am Zellersee, seit 1305 in Salzburg). Das Kloster bestand bis zur Säkularisation 1803, das Bistum wurde im Konkordat von 1817 aufgehoben. 1818 wurde die Domkirche niedergerissen, ihr Langhaus in ein Bräuhaus verwandelt.

Der Klosterlegende nach geht Frauenwörth auf den Bayernherzog Tassilo III. zurück, der 788 von Karl d. Gr. abgesetzt und gefangengenommen wurde. Karl nahm das Kloster in Eigenbesitz, aus dem es 817 an seinen Enkel, Kaiser Ludwig den Deutschen ging. Unter dessen Tochter Irmengard als Äbtissin erlebte das Kloster einen bedeutenden Aufschwung. Es verfügte über Besitz im Chiemseerland und in Tirol (im Ziller- und Ötztal). Unter Kaiser Otto I. kam Frauenwörth 969 an den Erzbischof von Salzburg, dem es bis zur Säkularisation 1803 unterstand. Schon im Frühmittelalter und Hochmittelalter war das Kloster ein adeliges Stift; im Spätmittelalter entstammten die Nonnen ausschließlich dem altbayrischen Adel. Nach der Reformation, als der adelige Nachwuchs ausblieb und Bürgerstöchter eintreten durften, setzte der Niedergang des Klosters ein. Da sich nach der Säkularisation keine Käufer für die Klostergebäude fanden, konnten die Nonnen bleiben. Sie unterhalten seitdem eine Mädchenschule. Das Münster (eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit doppelgeschossigem Chorumgang) und der freistehende Turm sind Neubauten aus der Zeit nach dem Ungarnsturm (907). Die bei Restaurationsarbeiten freigelegten Wandmalereien stammen aus dem 12.Jh. und gehen auf Künstler der Salzburger Schule zurück.




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