Gregor I




Gregor I. der Große (um 540 – 604; Papst 590 – 604; hl.). Sohn einer röm. Senatorenfamilie, röm. Stadtpräfekt von 572 bis 573, gründete nach dem Tod des Vaters (575) in dessen Stadtpalast auf dem Monte Celio das Benediktinerkloster St. Andreas, in das er als Mönch eintrat. Er diente seit 579 als Gesandter des Papstes Pelagius II. in Konstantinopel und seit 585 als dessen maßgeblicher Berater in Rom. 590 wurde er selbst zum Papst gewählt. Durch sein Eintreten für das vom oström. Kaiser abgeschriebene röm. Volk festigte er die polit. Macht des Papsttums. Er organisierte die Verteidigung Roms, sorgte für Armenpflege und Erziehung der Jugend, reformierte die Kirchenzucht und förderte das Klosterwesen. Seine polit. Weitsicht ließ ihn als ersten Papst die wachsende Bedeutung der german. Völker für die röm. Kirche erkennen. Sein Organisationstalent erwies sich nicht zuletzt an der Neuordnung der Messzeremonien. Ob und inwieweit er an der Schöpfung des “Gregorianischen Chorals” (s. Gregorianik) Anteil hatte, ist nicht sicher. Die Bezeichnung “Gregorianischer Gesang” für die Kirchenmusik des Frühmittelalter ist erst 300 Jahre nach Gregors Tod aufgekommen. 1295 wurde Gregor I. in den Kreis der Kirchenväter aufgenommen und damit kanonisiert. Als Heiliger wurde er vor allem von Sängern, Musikern, Schülern, Studenten und Lehrern verehrt (s. Gregoriusfest).

Gregor hinterließ ein reiches literarisches Werk, das von seiner umfassenden klassischen und theologischen Bildung zeugt. In seinen Bibelkommentaren folgte er der Lehre vom mehrfachen Schriftsinn, wonach das Geschriebene nicht wörtlich sondern in einem mehrfach übertragenen Sinn zu verstehen ist. Wie seine Zeitgenossen glaubte er in der Endzeit zu leben und riet, in gottgefälliger Weise zu leben, ohne jedoch in Weltflucht zu verfallen. – Sein “Moralia in Job” deuten das Buch Hiob als Vorankündigung Christi und seiner Passion. – Seine “Regula pastoralis” war ein bis ins Hochmittelalter vielgeleser Leitfaden für die rechte christl. Lebensführung des hohen Klerus, auf dass Lehre und Lebensweise übereinstimmten.

(s. vierfacher Schriftsinn)




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