Grenze




Grenze (mhd greniz = Ecke, Kante, Grenze; v. slaw. graniza; auch marke, marc, march; lat. limes, terminus; eine Trennungslinie zwischen zwei Gebieten). Von Menschen gesetzte Grenzen machen Fremdes von Eigenem unterscheidbar; sie können geographischer, ethnischer, religiöser, kultureller und politischer Natur sein. Auf den mittelalterliche mappae mundi sind keine politischen Grenzlinien eingezeichnet, da diese die Erde, für die symbolisch der Leib Christi stand, zerschnitten hätten. Natürliche Hindernisse wie Meere und Flussläufe schieden die Kontinente, eine unüberwindliche Mauer oder ein hohes Gebirge umschloss den Garten Eden. Auf der Ebstorfer Weltkarte ist die einzige von Menschenhand gezogene Grenze diejenige, mit welcher Alexander d. Gr. die schrecklichen Völker Gog und Magog eingeschlossen hatte.

Im Nahbereich war das von einer Einzelperson oder einer Gemeinschaft als Eigenbesitz betrachtete Areal vom Umland durch natürliche Scheiden (Wasserläufe, Wälder, markante Naturzeichen wie Felsen oder Bäume) oder durch gesetzte Zeichen wie Steinhaufen, Pfähle, Grenzsteine, Hecken, Zäune oder Mauern abgegrenzt. An den Grenzen landes- oder stadtherrlicher Hoheitsgebiete wurde Waren- bzw. Personenzoll (s. Zoll) auf Ein- und Durchfuhr erhoben.

Grenzmarkierungen galten als unverletzlich; sie genossen besonderen rechtlichen Schutz gegen absichtliche oder fahrlässige Veränderung wie z.B. durch Abpflügen von einem Acker, durch falsches Vermessen oder falsches Beschwören einer Grenze, durch Verrücken oder Entfernen von Grenzmarken. Die angedrohten grausamen Strafen für Grenzfrevler – etwa kopfunter Eingegraben-werden oder Kopf-abpflügen – dürften symbolisch verstanden werden und sollten der Abschreckung dienen.

Im Volksglauben verlor an Gemarkungen von außen kommende Zauberkraft ihre Wirkung.

(s. Etter, Feldgeschworene, Gebück, Mark (Grenzmark), Markscheidekunst, Zäune)




Geburt und Tod, Ehe und Familie, Religion und das Verhältnis zur Natur … Robert Fossier führt uns ein in die mittelalterliche Welt und erzählt vom Leben derer, von denen wir bislang zu wenig wissen: der einfachen Menschen.

Leicht verständlich und fundiert geleitet das vorliegende Handbuch die Leser durch die komplexe Welt der mittelalterlichen Kleidung. Die Grundlagen und Bedeutungen verschiedener Materialien, Näh-, Stich- und textiler Techniken werden ebenso erläutert wie die Voraussetzungen, Grenzen und Möglichkeiten der Forschung.

"Die Säulen der Erde" und "Die Tore der Welt" zwei Bestseller von Ken Follett, beide Verfilmungen in einer DVD Sammlung erhältlich. Es ist eine Zeit blutiger Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und einfachem Volk, das unter Ausbeutung und Not leidet.

Eine faszinierende, reich bebilderte Alltagsgeschichte des Mittelalters. Die Popularität des Mittelalters ist seit vielen Jahren ungebrochen. Es sind die konkreten Dinge des Lebens, die besonders faszinieren: Wie lebten und starben die Menschen? Wie feierten sie, wie zogen sie sich an und was aßen sie? Was taten sie bei Krankheit, wie schützten sie sich vor Hitze und Kälte?

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