Hans von Burghausen

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Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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Hans von Burghausen (auch Stethaimer Hans d.Ä.; um 1350 – 1432). Bedeutendster Baumeister der bayer. Spätgotik. Er war beeinflusst von der Parler-Architektur in Schwaben und Böhmen und steigerte die Raumwirkung seiner Hallenkirchen durch kühne Höhe, überschlanke Säulen und Verschmelzung der Einzelräume. Zu seinen Werken zählen die Martins- und Spitalkirche zu Landshut, der Chor der Franziskanerkirche zu Salzburg und die Kirchen von Straubing, Wasserburg und Neuötting. Stethaimers Kirchen sind ausschließlich Backstein-Hallenbauten, angelegt auf Raumwirkung mit stark betonten Vertikalen. In der Landshuter Spitalkirche und in der Franziskanerkirche zu Salzburg erreicht Stethaimer eine Raumsteigerung, indem er Chor, Chorumgang und Mittelschiff zusammenfließen lässt. Dazu stellt er höchst effektvoll einen Pfeiler in die Mittelachse vor das Schlussfenster des Chores.

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