Mohammed

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Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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Mohammed ibn Abdullah ibn Abd al-Muttalib wurde – gemäß Berechnungen islamischer Historiker – am 20. April 571 in Mekka als Sohn eines Aristokraten aus der Familie der Koraisch geboren. Sein Vater starb kurz vor der Geburt des Knaben, die verwitwete Mutter Amina brachte Mohammed zu einer Beduinen-Amme in die Wüste. Als er sechs Jahre alt war, starb die Mutter und er kam in die Obhut seines Großvaters. Als auch dieser kurz darauf verstarb, wurde Mohammed (“der Hochgepriesene”) von einem Bruder seines Vaters, Abu Talib, aufgenommen, bei dem er als Kaufmannslehrling lernte. Danach trat er in die Dienste der Witwe Khadidja, für die er als Karawanenführer im Hedschas und in Syrien arbeitete. Als er 25 Jahre alt war, heiratete er seine um 15 Jahre ältere Dienstherrin, die ihm sechs Kinder schenken sollte. Seine erste Handlung als Hausherr war, die Sklaven in Freiheit zu setzen. Etwa um 600 durchlief er eine tiefe religiöse Krise. Er zog sich in die Einsamkeit der Wüste zurück und empfing seine erste Offenbarung. 613 begann er, seinen monotheistischen Glauben, wie er ihm von Gott diktiert worden war, öffentlich zu verkünden. Das trug ihm die Feindschaft der herrschenden Omajjaden ein, die ihn der Umstürzlerei bezichtigten: forderte er doch soziale Neuerungen wie Freilassung der Sklaven, Unterstützung der Armen, Besserstellung der Frauen u.a.m. Nach dem Tod seines Ersatzvaters Abu Talib und seiner Frau (619) verschärfte sich die Lage; 622 musste er in die Oasenstadt Yatrib, nördl. von Mekka flüchten, die den Namen Madinat al-Nabi (Stadt des Propheten) oder einfach Medina (die Stadt) bekam. In das Jahr des Auszugs (arab. hidschra) wurde später der Beginn der islam. Zeitrechnung gelegt. In Medina entwickelte er seine Ideen zu einer konsistenten Lehre und scharte Gläubige um sich. Er stellte eine kleine, zwar schlechtausgerüstete aber hochmotivierte Truppe auf, um sich gegen die Mekkaner zur Wehr zu setzen, die ihn und seine Anhänger wegen ihres Glaubens verfolgten. Nach langen Kämpfen gegen die an Zahl und Ausrüstung überlegenen Gegener zog Mohammed triumphierend in dem durch Dekadenz und Zwietracht geschwächten Mekka ein (630). Er übte Milde gegen seine früheren Feinde, entfernte alle Götzenbilder aus der Kaaba und machte diese zum Heiligtum des Einen Gottes, zum geistigen Zentrum des Islam. Bis zum Tode Mohammeds (632) hatten sich fast alle Stämme der Arabischen Halbinsel dem Islam angeschlossen. An der Stelle in Jerusalem, von welcher Mohammed auf dem geflügelten Pferd Burak seine Himmelsreise antrat, wurde 691 der Felsendom (Al-Kuds) errichtet.

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