Molke

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Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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Molke (mhd. molchen, molken = Gemolkenes, auch: kæsewazzer; lat. = serum). Eine wässrige, gelblich-grünliche Flüssigkeit, die als Nebenprodukt bei der Käseherstellung anfällt. Sie wird nach der Gerinnung der Fett- und Eiweißstoffe der Milch zu Quark durch Abseihen oder Absetzenlassen gewonnen und enthält zu über 90% Wasser, daneben ernährungsphysiologisch wertvolle Stoffe wie Milchzucker, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und geringe Mengen von Molkenprotein. Da sie ebensoweinig haltbar ist wie Milch, musste sie möglichst frisch getrunken werden. Denzufolge war sie in erster Linie ein Getränk der rinderhaltenden Landbevölkerung.

Schon Hippokrates (4. Jh. v.u.Z.) hatte sie gegen Gicht, Leberleiden und Verstopfung empfohlen. – Im Mittelalter wurde Molke als sättigendes Getränk, als Suppe sowie als Heil- und Hautpflegemittel verwendet. Im Heilzauber und in der Volksmedizin galt Molke als Heilmittel gegen Brustleiden, Fieber, Schwindsucht, Verstopfung und Gicht.

Gemäß mittelalterliche Aberglauben sollten Hexen ihre Zauberei mit Molke ebenso treiben wie mit Milch.

(s. Käse, Milch)

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