Regimen pestilentiae

Cinque Terre Forest
Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
Erkunde das Mittelalter: Über 3.979 Seiten und mehr als 6.400 Einträge bieten dir einen tiefen Einblick in diese Ära. Vom Ablass bis zur Zunftordnung - dieses eBook ist dein Guide durch die Geschichte, Gesellschaft und Kultur Europas von 500 bis 1500 n. Chr. Entdecke in „Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen“ auf 111 Seiten die mittelalterliche Burgenwelt: Architektur, Alltag und ihre Rolle im Mittelalter kompakt erklärt.

Regimen pestilentiae (mlat., = Regeln gegen die Pest). Von der 2. Hälfte des 14. Jh. an entstanden Regelwerke (Konsilien) nach der Art des Regimen sanitatis, Vorbeugungsmaßnahmen beim Auftreten der Pest betreffend. Sie waren meist von Ärzten verfasst und enthielten neben einigen vernünftigen Ratschlägen zu Leichenbestattung, Beseitigung von Tierkadavern, Quarantäne, Diätetik und Hygiene Anleitungen für die geeignetste Art des Aderlassens sowie eine Menge krausen Aberglaubens (s. Räucherungen, Pest). Zu den bekannten Pesttraktaten in deutscher Sprache zählen: der “Prager Sendbrief” (“Missum imperatori de pestilentia”, um 1371), der ®”Pestbrief an die Frau von Plauen” (aus dem ostmitteldt.-böhmischen Raum), “Der Sinn der höchsten Meister von Paris” (um 1350, wahrscheinlich aus Böhmen; angelehnt an das Pariser Pestgutachten) und das “Regimen pestilentiae” des Heinrich Steinhöwel (1473).

(s. Gallus von Prag, Konsilium)

Nach oben scrollen