Sägeformen




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Sägeformen. Es hat zwei Grundformen von Sägen gegeben, die sich bis heute erhalten haben: Rahmensägen (Gestellsehnen) und rahmenlose Sägen. Zu jeder dieser Grundformen entstanden je nach Verwendungszweck unterschiedliche Spezialausformungen.

Gespannte Rahmensägen. Hierunter versteht man Sägen, bei denen das Blatt beidseitig in einen hölzernen Rahmen eingespannt ist. Das Blatt bildet die eine Längsseite des rechteckigen Holzrahmens, und weist mit der Zähnung senkrecht nach unten. Die beiden seitlichen Holme des Holzrahmens können gerade oder S-förmig geschwungen sein, sind an einem mittleren Querholm angeschlagen und werden an ihren oberen Ende durch eine mittels Drehquirl verdrillte Kordel zueinander gezogen, wodurch die unteren Enden auseinanderweichen und das Blatt spannen. Das freie Ende des Drehquirls schlägt am mittleren Querholm an und wird so am Zurückdrehen gehindert.

Ungespannte Rahmensägen. Bei der Kloben- oder Spaltsäge, dem größten Exemplar der Rahmensägen, ist das Blatt mittelständig zwischen den seitlichen Holmen angeschlagen und um 90° gedreht, weist also senkrecht von der Rahmenfläche weg. Diese Säge wurde zum Auftrennen großer Stämme und Balken benutzt und hatte ein Sägegerüst oder eine Sägegrube zur Voraussetzung, sodass ein senkrechter oder schräger Schnitt geführt werden konnte, indem ein Arbeiter über, der andere unter dem Stamm stand. – Bei der Bügelsäge bildet das Blatt die Sehne eines halbkreisförmigen eisernen Bügels. Zu den Bügelsägen rechnet eine Vielzahl von Spezialsägen, darunter chirurgische Sägen oder Sägen zur Horn-, Elfenbein- oder Beinbearbeitung.

Rahmenlose Blattsägen. Dazu gehören Schrot- und Stichsägen.

Schrotsägen (Bandsägen) waren rahmenlose Zwei- oder Vier-Mann-Sägen mit 1 – 2 m langem, bis zu 20 cm breitem Blatt, gerader oder gebauchter Schneide und endständigen Handgriffen. Da das Blatt immer unter Zug gehalten wurde, stabilisierte es sich selbst und brauchte keinen Spannrahmen. Sie konnten in der Waldarbeit waagrecht, im übrigen aber auch wie eine Klobensäge geführt werden. Sägeblätter dieser Art fanden auch in mittelalterliche Sägemühlen Verwendung.

Stich- oder Stoßsägen bestanden aus einem geraden oder leicht geschwungenen schmalen Blatt von ca. 15 – 40 cm Länge, mit ein oder beidseitiger Zähnung und einer endständigen Griffzunge am breiteren Ende (“Messer-“, Lochsäge”).




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