Soest




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Soest. Am Hellweg, einer schon in vorhistorischer Zeit befahrenen Heer- und Handelsstraße, liegt etwa auf halbem Weg zwischen Dortmund und Paderborn Soest, eine der ältesten Städte Westfalens (erstmals erwähnt 836). Der Ort profitierte von den fruchtbaren Lössböden des Umlandes (Soester Börde), von der Salzgewinnung aus der in der Nähe austretenden Sole (von der der Name Sosat oder Sosaz, lat. Susatum herrührt) sowie von der den Handel begünstigenden Lage an der Fernstraße. Durch Vermittlung des Kölner Erzbischofs Brun I., Bruder von Otto I., wurde der Leichnam des hl. Patroklus nach Soest gebracht, wo er Patron der Münsterkirche und Stadtpatron wurde. Soest brachte 1100 das erste schriftl. niedergelegte dt. Stadtrecht (“Soester Schrae”) hervor, auf dem das spätere, weitverbreitete Lübische Recht basierte, trat 1253 dem Westfälischen Städtebund und – als eine der ersten westfälischen Städte – der Hanse bei. Zwischen 1167 und 1191 war der heute noch fast vollständig erhaltene Befestigungsring angelegt worden. Von der Stadtherrschaft der Erzbischöfe von Köln, die 1180 in den Rang von Herzögen erhoben worden waren, sagte sich Soest in der “Soester Fehde” 1444-1449) los. Eine Belagerung durch übermächtige erzbischöfliche Truppen und deren hussitische Verbündete wehrte die Bürgerschaft im Sommer 1447 erfolgreich ab. Wegen der restlosen Verwüstung des Umlandes sollte sich die Stadt jedoch nicht mehr zu altem Reichtum und Einfluss erheben.

Den Reichtum der Stadt im Mittelalter belegen Bauten wie das St. Patrokli-Münster (10.-12. Jh., roman., Wand- und Glasmalereien), die Nikolaikapelle (12. Jh., ein Kleinod westfälischer Romanik; Altargemälde von Konrad v.Soest [um 1400]), die Pfarrkirche St. Petri (roman. Basilika des 12./13. Jh.; Mitte des 13. Jh. zur got. Halle umgebaut; Fresken von Konrad v. Soest [um 1400]), die Wiesenkirche (“St. Maria in der Wiese”, dreischiffige got. Halle, ab 1313 als bürgerliches Gegenstück zum erzbischöflichen Patroklus-Münster erbaut, eine der schönsten gotischen Kirchen Norddeutschlands) und die fast völlig erhaltene Stadtbefestigung aus dem 12. Jh.




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