Übelkeit, Erbrechen




Übelkeit, Erbrechen (mhd. undouwe, kotzen, das breche oben auß; lat. nausea, vomitus, emesis). Übelkeit entsteht durch Reize auf das Brechzentrum im Gehirn, ausgehend von Nervenenden in der Nase, im Mund, im Magen und im Innenohr, hervorgerufen durch verschiedene Störungen wie: Aufnahme von Gift, Alkohol, verdorbener oder übermäßig fetter Speise, auch infolge von organischen Krankheiten, Schädel-Hirn-Traumen, Seekrankheit oder Schwangerschaft. Durch den Brechakt sucht sich der Körper von der auslösenden Ursache zu befreien.

Das Pflanzenbuch “Macer floridus” (~840-~1100) führt eine Reihe von pflanzl. Mitteln gegen Übelkeit und Erbrechen auf, darunter Eppich (appium), Dill (anethum), Heilbatunge (betonica), Poleiminze (pulegium), Fenchel (feniculum). – Johannes Platearius (12. Jh.) nennt in seiner Krankheitslehre als Ursachen der Übelkeit “Überfluss an warmen oder kalten Körpersäften, die fließen, weil die Kraft fehlt, sie zu halten.” – Auch Hildegard v. Bingen sieht die Ursache für Übelkeit und Erbrechen in einer unpassenden Temperatur der Speise oder in einer übermäßigen Menge flüssiger Speise. “Die aber infolge irgendeiner Krankheit und wegen unordentlicher Ernährung am Erbrechen leiden, sind inwendig im Magen kalt, …, so dass die Nahrung in ihnen nicht bis zur völligen Verdauung gekocht werden kann.” Sie nennt als Mittel gegen Übelkeit u.a. : “Man nehme Ingwerpulver und zweimal so viel Galgantpulver und halb so viel Zitwerpulver” nach dem Essen in Wein.

Erbrechen wurde in bestimmten Fällen medikamentös oder durch mechanische Reizung der Gaumennerven absichtlich ausgelöst. Zu derartigen Anlässen zählten vergiftetes oder verdorbenes Essen, Unstimmigkeiten der Säftekonstellation oder Magenüberladung.

(s. Ableitung der Körpersäfte, Purgantia, purgieren, Verdauungsstörungen)




Geburt und Tod, Ehe und Familie, Religion und das Verhältnis zur Natur … Robert Fossier führt uns ein in die mittelalterliche Welt und erzählt vom Leben derer, von denen wir bislang zu wenig wissen: der einfachen Menschen.

Leicht verständlich und fundiert geleitet das vorliegende Handbuch die Leser durch die komplexe Welt der mittelalterlichen Kleidung. Die Grundlagen und Bedeutungen verschiedener Materialien, Näh-, Stich- und textiler Techniken werden ebenso erläutert wie die Voraussetzungen, Grenzen und Möglichkeiten der Forschung.

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Eine faszinierende, reich bebilderte Alltagsgeschichte des Mittelalters. Die Popularität des Mittelalters ist seit vielen Jahren ungebrochen. Es sind die konkreten Dinge des Lebens, die besonders faszinieren: Wie lebten und starben die Menschen? Wie feierten sie, wie zogen sie sich an und was aßen sie? Was taten sie bei Krankheit, wie schützten sie sich vor Hitze und Kälte?

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